Der Tuntenball 2013

Am 23. Februar im magischen Jahr 13 öffnet das Märchenschloss im Grazer Congress seine Pforten für süße Wölfe, böse Feen, heiße Hexen und verwunschene Frösche zur zauberhaftesten Ballnacht der Saison. Taucht mit uns ein in eine verzauberte Welt und erlebt, wie ein wunderbares Märchen wahr wird!

Der gestöckelte Kater

Es war einmal ein gestöckelter Kater im Zauberwald, der hatte es nicht leicht in seinem Leben. Alle Miezen waren vernarrt in ihn, doch sie interessierten ihn nicht, war er doch unsterblich verliebt in den Prinzen Tuntenherz, der ebenso im Zauberwald lebte. Der Prinz sollte einst eine Prinzessin heiraten, doch weigerte er sich vehement. So geschah es, dass er von seiner Mutter, der Schneekönigin, zur Strafe in einen Frosch verwandelt wurde. Nur wer diesen Frosch eines Tages küssen sollte, wird den Fluch brechen und den Prinzen heiraten...

"Küssen Sie einen Frosch“ hieß es von da an oft im Zaubertal, wenn die Damen und Herren sich entsinnten sich zu vermählen. Auch der gestöckelte Kater sah nun seine Chance gekommen, den Prinzen zu erobern. Er musste nur den richtigen Frosch finden! Dabei konnte ihm einzig und alleine die gute Fee helfen, die er bitten wollte, in ihrer Glaskugel nachzusehen, wo sich der Prinz wohl befände. Die Fee wohnte natürlich im Feenwald, nicht weit vom Zauberwald entfernt, und so machte er sich auf den Weg.... Auf seiner abenteuerlichen Reise zur Guten Fee traf der gestöckelte Kater auf viele verwunschene und verzauberte Gestalten des Zauberwaldes… Schneewittchen hatte es sich mit einer Runde ausgelassener, ziemlich kleiner junger Männer im Schloßgarten gemütlich gemacht. Obwohl sie zu Hause trotz guten Zuredens nie Obst gegessen hatte, freundete sie sich gerade mit einem roten Apfel an.

Dornröschen, eine junge Prinzessin mit absoluter Flowerpower, saß in ihrem Blumenladen und trank zwischen swingenden Kaktus- blüten gerade Kaffee in Massen um nach ihrem ewigen Schlaf wieder etwas munterer zu werden. Prinzessin Rap-Runzl, die mit Ihrem Alterungsprozess nicht zurechtkam, verbrachte die meiste Zeit am Jungbrunnen, aus dem rosafarben der Amorosa perlte. „Fürchtet Euch Nicht“ sprachen die fünf vom gleichnamigen Trio am Jungbrunnen zum gestöckelten Kater, „Ihr werdet den Weg schon finden“.

Frau Holle war völlig von der Rolle. Sie hatte in ihrem Kostüm- atelier „Holles Glamour Schneiderei“ eine Doppelschicht hinter sich um zahlreiche Verzauberte und Verwunschene mit Wolle, Seide und feinen Gespinsten einzukleiden. Ach, seufzte sie, und noch mehr Arbeit kommt auf mich zu, denn ich muss alle Krönchen einsammeln, die unsere illustren Gäste den märchenhaftesten Kostümen schenken. Damit wir kurz vor Mitternacht all die schönen Preise überreichen können. Dann sah er Hänsel und Hänsel, ein junges Paar, das ein Knusper- häuschen betrieb jedem der vorüber- ziehenden Gäste sehr verwirrende Märchen erzählte. Hexe RoSy, die Vorbesitzerin des Knusperhäuschens, hatte inzwischen en neues Lokal, den Hexenkessel, eröffnet. Dort wiegen sich sagenhafte Gestalten zu heissen Rhythmen. Auch hier konnte niemand dem gestöckelten Kater weiterhelfen.

Auf seiner Suche durchstreifte er auch die unterirdischen Höhlen und stieß auf die verbotene Grotte, in der viele alte Flaschen herumlagen. Er wollte sich eine Pause und ein Schlückchen gönnen, doch als er eine der Flaschen entkorkte, erschien von viel Rauch umgeben der Flaschengeist Gin auf seinem Camel. Auf die Frage des gestöckelten Katers nach dem Prinzen erwiderte er nur, dass er vor lauter Nebel weder den Prinzen noch sonst irgendjemanden etwas sehen könne. Nach langer und beschwerlicher Reise betrat der gestöckelte Kater schließlich den Feenwald. Gleich zu Beginn wurde er jedoch von einer Bande namens Jazzbanditen aufgehalten, die ihn verleiten wollten doch in der gemütlichen, goldenen Sterntalerlounge mitten im Feenwald die dort sicher gelagerten Reichtümer zu stehlen. Unbeirrt ginge er weiter und traf endlich auf die Gute Fee und bat sie um Hilfe. Sie warf sogleich einen Blick in ihre Glaskugel, darin erschien ein Frosch und ein Zauberpinsel schrieb „Schloss der bösen Königin“. Dort also musste sich Prinz Tuntenherz aufhalten!

Der gestöckelte Kater bedankte sich herzlich und begab sich sogleich zum „Schloss der bösen Königin“, das er kurz vor der Geisterstunde erreichen sollte. Noch ahnte er nicht, welch große Überraschungen in dort erwarten sollten Musikanten mit dem fremdländischen Namen Excite oder die singende Prinzessin Carla Natascha aus einem Land weit weit weg belustigten dort die ver- zauberten Gäste... Ob er den Frosch-Prinzen tatsächlich im Schloss finden und den Zauber durch einen Kuss brechen kann ...
Das Ende des Märchens vom „gestöckelten Kater, auf der Suche nach Prinz Tuntenherz“ wird am 23. Februar erzählt, damit alle Gäste noch weit über das magische Jahr 2013 hinaus weitererzählen können.

In dieser Nacht werden Märchen wahr

Elfen, Zwerge, Prinzessinnen, Froschkönige, märchenhafte Gestalten aller Art kommen am 23. Februar 2013 im Märchenschloss Grazer Congress zusammen, um mit den RosaLila PantherInnen einen regenbogenbunten und imposanten Ball zu feiern.

Die Eröffnung leitet in die magische Welt des Märchens ein und die feenhafte Polonaise von “Tanzauftrag” lädt bereits zum Träumen ein.

Die charmante und glanzvolle Catherine Clicquot begleitet als prachtvolle Königin der Schmerzen durch den Abend. Sie spinnt jedes Wort zu Gold und verzaubert schon seit jeher das Publikum mit ihren glanzvollen Auftritten.

Der fantastische Zauber in der Luft verlockt die werten Gäste zu  ”Wasser des Lebens” über “Tischlein Deck Dich” bis zu den “Durchtanzten Schuhen”. Für das Märchen “Eine himmlische Musik” sorgen unter anderem der Bigband- Sound von eXcite, die umwerfende Latin-Diva Carla Natascha, die Jazzbanditen und die fünf “Bremer Stadtmusikanten” vom Trio Fürchtet Euch Nicht. Ausgelassene Nostalgie bei den Kaktusblüten oder Hexenkessel in der RoSy Disco – die gute Musikfee lässt da keinen Wunsch unerfüllt.

Am Jungbrunnen perlt auch 2013 wieder der verführerische und geschmackvolle Tuntenballsekt Amorosa vom zauberhaften Bio-Weingut Carpe Vinum – Holger Hagen. Sinnlich, betörend und prickelnd zieht er jedermann, jederfrau und jederqueer in seinen Bann.

Den Höhepunkt des Abends bildet wie jedes Jahr die Kostümprämierung! Wenn die Turmuhr 12 Mal schlägt heißt es “Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat das schönste Kostüm im ganzen Land?” Das unsagbar spannende Urteil des “Spiegels an der Wand” wird gefällt und die märchenhaftesten Kostüme gewinnen sagenhafte Preise. Es folgt eine fantastische Mitternachtseinlage, die die Welt noch nicht gesehen hat. Die Nacht gebietet noch lange keinen Einhalt, bis 4:00 Uhr früh zur Morgenröte öffnet das Märchenschloss seine Pforten. Sogleich darf in die Übergangslokale ausgeschwirrt werden, um die fabelhafte Nacht unvergesslich zu machen.

…Und wenn sich nicht verwunschen sind, dann feiern sie noch heute!

Simone Jahrmann