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Kommentar von Maria

Bedeutet das, dass man der Familie und dem Freundeskreis mitteilt, dass man auf das gleiche Geschlecht steht, um sich in dieser Umgebung frei und normal bewegen zu dürfen? Was heißt das für den Beruf in leitender Position oder als Spitzensportler*in? Habt ihr euch mal die Frage gestellt, warum sich in auf der kürzlich eingestellten Nachrichtenseite Gay Star News 41 geoutete Soccer Stars aus dem Woman World Cup 2019 zeigen? USA und Schweden sind mit sechs geouteten Ladies an erster Stelle. Aus Deutschland oder Frankreich sind bis heute keine „anders” Orientierten bekannt.

(c) Ruperta M. Steinwender

 

Ein guter Grund, sich nicht zu outen, ist laut Gay Star News unter anderem die Angst davor, Sponsor*innen zu verlieren. Oder man durchforstet Deutschlands Out Executives-Ranking (outexecutives.de). Beratungsfirmen, der Softwarekonzern SAP und Lufthansa sind hoch im Kurs. Bestimmte Industrien sind nicht vorhanden, wie zum Beispiel meine, die Automotive. Kurzum bin ich davon überzeugt, dass alle  Initiativen unserer Community helfen, das Leben normaler zu machen.

Würde ich mich im Job outen? Nein, in meiner Industrie nicht. Würde ich es in einer neuen Firma tun? Ja, denn dann kann ich Fragen, warum ich nicht verheiratet bin oder was mein Mann denn beruflich macht, endlich mit der Wahrheit beantworten und muss nichts erfinden oder den Begriff „mein Partner” verwenden. Ich würde mir auch wünschen, dass Sportler*innen sich weiter outen – und nicht erst dann, wenn die Karriere vorbei ist. Was mir immer deutlicher wird, ist, dass die Generation Y viel offener damit umgeht und es in die richtige Richtung geht. Wir alle können etwas dafür tun und mit einem positiven Beispiel vorangehen – unabhängig von unserer Orientierung.