Warum gibt es den
Grazer Tuntenball?
Im Herbst 1989 forderte AIDS viele Opfer. Mit Homosexualität beschäftigte sich damals noch das Strafrecht. Man sieht Freunde viel zu früh sterben und wird von der Gesellschaft stigmatisiert. Eine Gruppe schwuler Männer will diese Isolation durchbrechen und plant ein Fest von Schwulen für Schwule und ihre Freund*innen. Dieses Fest soll aber nicht, wie bisher, versteckt in einem Keller stattfinden, sondern als klares Statement für Gleichberechtigung öffentlich wahrnehmbar sein.
Nach mehr als 30 Jahre hat sich der Tuntenball von einem kleinen Fest mit 140 Gästen in der Grazer Uni-Mensa zu Europas größten Charityevent für Menschenrechte entwickelt. Doch die Message ist dieselbe: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren!
Wohin fließt der Erlös
des Charity Events?
Viele Ballgäste wissen: Die Veranstalter des Tuntenballs sind die RosaLila PantherInnen. Was den wenigsten bewusst ist: Der komplette Reinerlös des Tuntenballs finanziert die ganzjährige Arbeit des Vereins und ermöglicht zahlreiche Projekte.
Die RosaLila PantherInnen sind die LGBTIQ Interessenvertretung in der Steiermark. Seit 1991 engagieren sich sich auf persönlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene für die Gleichstellung und Antidiskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen.
Sie betreiben das queere Jugend- und Community Center „feel free“ in der Grazer Annenstraße, einen Safer Space mit Angeboten für Jugendliche, Beratungen sowie vielen Community-Veranstaltungen. Mit psychosozialer Fachberatung, umfangreichen Bildungsangeboten und aktiver Öffentlichkeitsarbeit setzen sie sich für die Sichtbarkeit, Akzeptanz und Gleichstellung queerer Menschen ein. Darüber hinaus organisieren sie den Christopher Street Day in Graz und weitere Veranstaltungen für die Community.
